30.05.2008 - Forenzelt I
10:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Biologische Vielfalt in Europa am Beispiel der jagdbaren Tierarten
Der Zusammenschluss der Verbände für Jagd und Wildtiererhaltung in der EU (FACE) fördert die Jagd im Einklang mit den Prinzipien für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen: dies zum Zwecke der Erhaltung und Bewirtschaftung von Wild und Natur, aber auch für Schutz, Schaffung und Wiederherstellung von Wildlebensräumen und damit dem Erhalt der Biologischen Vielfalt. Präsentiert werden typische Fallstudien der Mitglieder-organisationen.

Der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) stellt Ergebnisse seines seit 2001 im Aufbau be-findlichen Wildtier-Informationssystems dar. WILD ist ein bundesweites Monitoring-Programm, mit dem Daten zum Vorkommen, zur Häufigkeit und Bestandsentwicklung von Wildtieren erhoben werden. Daneben werden aber auch Faktoren erfasst und analysiert, die Einfluss auf die Bestände haben können wie z.B. Landschaftsstruktur, Flächennutzung, Klima oder Prädation. Wichtigstes Ziel von WILD ist die Entwicklung von Strategien für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung von Wildtieren.

In einer weiteren Präsentation werden die Ergebnisse eines Verbände-Vorhabens, das durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des BMU gefördert wurde, vorgestellt. Aufgabe war es, Planungshilfen für eine tiergerechte Verkehrsplanung auf Grundlage einer umfangreichen Literaturstudie über Raumansprüche relevanter Zeigerarten bereitzustellen. Durch die Sicherung von Lebensraumkorridoren und die Wiedervernetzung werden Belange des Wildtierschutzes nachhaltig gesichert.
Ergänzt wird der Beitrag um die Ziele eines neuen Forschungsprojektes der DJV nahen Stiftung „natur + mensch“. Hierbei stehen Untersuchungen zur Erfassung der bio-öko-logischen Wirksamkeit von Schalenwildarten wie Rot-, Reh-, Schwarz- und Damwild als Habitat- und Landschaftsgestalter im Vordergrund. Geklärt werden soll die Bedeutung der Lebensraumgestaltung durch die entspr. Arten für die Biologische Vielfalt
Teilnehmer/Mitwirkend:
• Dr. Yves Lecocq, Generalsekretär der FACE (Fédération des Associations de Chasseurs et Conservation de la Faune Sauvage de l’U.E.)
• Ludger Wenzelides, Institut für Biogeographie der Universität Trier
• PD Dr. Heiner Reck, Ökologie-Zentrum der Universität Kiel
Veranstalter:
Deutscher Jagdschutz-Verband e.V.
Johannes-Henry-Str. 26, 53113 Bonn

Im Internet:
www.jagdnetz.de
Moderation:
N.N.