28.05.2008 - Forenzelt I
18:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Naturschutz bei Volkswagen de Mexiko
In Mexiko vergibt Volkswagen seit dem Jahr 2006 einen Preis für herausragende Leistungen im Bereich Naturschutz. Ausgezeichnet werden einerseits Wissenschaftler, deren Forschungsaktivitäten dazu beitragen, die reiche Flora und Fauna Mexikos zu schützen.
Andererseits wird im Rahmen des Wettbewerbs finanzielle Unterstützung für Forschungsprojekte in mexikanischen Naturschutzgebieten gewährt. Für diese Art der Förderung wurde beispielsweise im Jahr 2006 ein Projekt ausgewählt, das bedrohte Kakteenarten in dem Biosphärenreservat Tehuacán-Cuicatlán untersuchen wird. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen einen Beitrag zur Entwicklung der nationalen Naturschutzstrategie Mexikos leisten.

Ein weiteres Projekt soll nicht nur dem Naturschutz, sondern gleichzeitig der Absicherung der Wasserversorgung unseres mexikanischen Standortes Puebla dienen. Das im Raum Puebla zur Wasserversorgung genutzte Grundwasser kommt überwiegend aus dem Naturschutzgebiet ‚Izta-Popo’ rund um die beiden Vulkane Iztaccíhuatl und Popocatépetl. Illegales Abholzen der Bäume, Viehzucht und Waldbrände haben in den vergangenen Jahrzehnten die Walddichte in diesem Gebiet dramatisch abgebaut. Dies hat zu einer Verfestigung der Bodenschichten geführt, so dass weniger Niederschlagswasser eindringen kann. Die Grundwasservorräte werden dadurch nicht mehr aufgefüllt. Die Versorgung der Region ist akut gefährdet. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat sich Volkswagen de México entschlossen, ein Projekt zur Wiederaufforstung des Waldes zu fördern.

Innerhalb von zwei Jahren soll eine Fläche von zwei Quadratkilometern mit 300.000 Bäumen der Hochgebirgskiefernart Pinus Hartwegii bepflanzt werden. Der entstehende Humus und das Wurzelwerk der Pflanzen verhindern das schnelle Abfließen des Wassers und die damit verbundene Bodenerosion. Im abschüssigen Terrain an den Grenzen des Projektgeländes werden außerdem 11.000 Versickerungsgruben angelegt. Sie fangen das Regenwasser auf und erleichtern dessen Eindringen in tiefere Bodenschichten. Hinzu kommen 100 Dämme. Deren Aufgabe ist es, die Fließgeschwindigkeit der Gerinne zu verringern. Dies hilft ebenfalls, die Bodenerosion zu stoppen und begünstigt die Versickerung. Die Projektplaner rechnen mit jährlich 900.000 m3 Regenwasser, die durch die Maßnahmen abgefangen und dem Grundwasser zugeführt werden können. Diese Menge entspricht der Wasserentnahme, die VW für die Versorgung des Werkes aus den Brunnen im Werksgelände vornimmt.
Teilnehmer/Mitwirkend:
Raul Rodriguez Sanchez
Veranstalter:
Volkswagen de México
Autopista Mexico Puebla, km 116 San Lorenzo, 72700 Puebla

Im Internet:
www.volkswagenag.com
Moderation:
N.N.