29.05.2008 - Forenzelt II
15:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Etosha Pufferzonenkonzept
Der Etosha Nationalpark in Namibia ist infolge der Politik vergangener Jahre drastisch verkleinert und vollständig umzäunt worden. Entlang der Grenze bewirken z. T. erhebliche Nutzungskontraste eine Verschärfung von Randeffekten. Das Unterbinden von Wechselwirkungen zwischen Park und dessen Umwelt schränkt das Adaptionsvermögen der Natur bei klimatisch bedingter Ressourcenknappheit stark ein. Mit Blick auf Klimawandel und die Vulnerabilität semi-arider Savannenökosysteme erscheint die derzeitige Situation anachronistisch. Ziel dieses Projektes ist es, die derzeitigen Bemühungen zur Anbindung des Nationalparks an das transnationale Netzwerk von Schutzgebieten im südlichen Afrika zu unterstützen und damit historische Migrationsrouten wieder zu öffnen. Daher schlagen wir die Entwicklung einer Pufferzone gemäß IUCN-Kriterien IV-VI auf an den Park angrenzendem Land vor. Die Projektskizze unterstreicht die Erfordernis, historische Landnutzungsmodelle bei der Planung der Pufferzone getrennt voneinander zu berücksichtigen und schließt neben Klimadaten erste Ergebnisse zu den Themen Arteninventarisierung und Bioindikatoren ein.
Teilnehmer/Mitwirkend:
• Prof. Dr. Ulrich Zeller, Lehrstuhl für spezielle Zoologie am Museum f. Naturkunde
• Dipl. Biol. Thomas Göttert, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum f. Naturkunde
Veranstalter:
Museum HU Berlin
Invalidenstraße 43
10115 Berlin


Im Internet:
www.museum.hu-berlin.de
Moderation:
N.N.