27.05.2008 - Forenzelt II
18:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Stadtnatur: Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen
Füchse im Englischen Garten in München, Wildschweine im Berliner Villenviertel, Waschbären auf Kasseler Dachböden – die Meldungen über ungewöhnliche Gäste in den Städten häufen sich. Für Tiere und Pflanzen wird der urbane Lebensraum zunehmend attraktiv. In einem Umland der Monotonie – geschaffen durch die moderne Landwirtschaft – werden Städte zu Inseln der Artenvielfalt: So leben in Berlin mittlerweile mehr Nachtigallen als in ganz Bayern. In einigen Städten finden sich doppelt so viele Wildpflanzenarten wie in ihrem Umland.
Natur in der Stadt ist keine Natur »zweiter Klasse«. Sie ist nicht weniger Natur als jene der Kulturlandschaft draußen, in die wir gehen, wenn wir uns »in die Natur« begeben. Im Gegenteil: »Stadtnatur« ist vielfältiger, weniger bedroht und geringeren Belastungen ausgesetzt. Vor allem ist sie uns näher!
Wir haben den Tieren und Pflanzen in der Stadt bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt:
- Warum ist die Stadtnatur so, wie sie (geworden) ist?
- Was sind die Gründe für die überraschende Vielfalt an Arten, die wir in den Städten vorfinden?
- Welche Chancen bietet uns »Natur in der Stadt«?
- Was bedeutet sie für die weitere Entwicklung von Städten?
Das sind die Kernfragen, die Reichholf in seinem Vortrag zu „Stadtnatur“ behandelt und an einer Reihe von Beispielen anschaulich erläutert. Grundlage bildet sein 2007 erschienenes gleichnamiges Buch „Stadtnatur – Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen“.
Teilnehmer/Mitwirkend:
Prof. Dr. Josef H. Reichholf, Zoologische Staatssammlung München
Veranstalter:
Oekom Verlag / Josef Reichholf
Münchhausenstraße 21, 81247 München

Im Internet:

 

www.zsm.mwn.de, www.oekom.de

 

Moderation:
N.N.