27.05.2008 - Hauptbühne
12:15 Uhr bis 13:15 Uhr
Grenzen setzen für Asphalt und Beton - biologische Vielfalt und Flächenverbrauch
Täglich werden in Deutschland 113 Hektar Fläche verbraucht. Das sind rund 160 Fußballfelder für neue Straßen und Gebäude. Oft geschieht dies auf der „grünen Wiese“. Gleichzeitig liegen in den Innenstädten viele Flächen brach. Knapp die Hälfte der neu beanspruchten Flächen wird mit Asphalt oder Beton versiegelt, was den völligen „ökologischen Tod“ des Bodens zur Folge hat. Verkehrswege und Siedlungen zerscheiden zudem Lebensräume von Tieren und Pflanzen, die dann in ihren Biotopen isoliert werden können. Der Flächenverbrauch wird so zu einer Hauptursache für das Artensterben und den Verlust der biologischen Vielfalt. Was können Städte und Gemeinden tun, um dem Einhalt zu gebieten? Wie können wir für die Landwirtschaft genügend Flächen und fruchtbare Böden erhalten? Welche städtebaulichen Konzepte haben Architekten und Stadtplaner, um bestehende Siedlungen aufzuwerten und dem „Bauen auf der Grünen Wiese“ vorzubeugen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der einstündigen Diskussion.
Teilnehmer/Mitwirkend:
• Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes, UBA
• Dr. Reiner Klingholz, Geschäftsführer des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
• Bernd Düsterdiek, Referatsleiter beim Deutschen Städte- und Gemeindebund
• Prof. Dr. Siegfried Bauer, Sprecher des Arbeitskreises „Zukunftsfähige
Raumnutzung“ des BUND, Professor für Projekt- und Regionalplanung an der Uni
Gießen
• Friedhelm Decker, Präsident des Rheinischen Landwirtschaftverbandes, Vorsitzender des Bereichs Umweltschutz beim Deutschen Bauernverband
Veranstalter:
Umweltbundesamt
Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau


Im Internet:

www.uba.de

Moderation:
Britta Fecke, Deutschlandfunk